Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen

Heft 12 / 2009

Die Wappenscheiben im Rathaus und im Historischen Museum Luzern sowie in der Wallfahrtskirche Hergiswald ob Kriens

 

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Titelblatt Heft 12

 

 

 

Abb. 3001: Wappenscheibe im Rathaus Luzern:

Jr. (Junker) Heinrich von Sonnenberg und Frauw Catharina Pfifferin sein Eheliche Gemahlin; Ao 1669

 

 

 

Autor: Joseph Melchior Galliker

Zur Geschichte und Technik der Glasmalerei

Die Sitte der Wappenscheiben-Schenkungen als typisch schweizerische Schöpfung von ca. 1420 bis nach 17077

Die 14 Schweizerscheiben mit den Hoheitszeichen der 13 alten Orte und des Bischofs von Basel, von 1606 bis 1609

Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus, Feiburg, Solothurn, Basel, Schaffhausen, Appenzell, Bischof von Basel

Die 12 Schweizerscheiben mit den Allianzwappen von Luzerner Schultheissen und Kleinräten, von 1662 bis 1669

Hartmann + Dulliker / von Castanea
Bircher + Schnyder
von Sonnenberg + Pfyffer von Altishofen
Schwytzer + von Sonnenberg
Segesser + Schumacher / Grebel
Pfyffer von Wyher + Pfyffer von Altishofen
Cloos + Bodmer / Dulliker
Bircher + Schnyder
von Sonnenberg + Pfyffer von Wyher
von Sonnenberg + Cloos / zur Gilgen
Göldlin + am Rhyn / Schwytzer

Weitere Schweizerscheiben aus dem 17. Jahrhundert im Rathaus Luzern

St. Leodegar, 1655
von Sonnenberg / von Sonnenberg, 1688

Die 20 Schweizerscheiben in der Wallfahrtskirche Hergiswald ob Kriens, von 1654 bis 1655 sowie 1661

Carolus Caraffa, Apostolischer Nuntius in der Schweiz
Johann Franz von Schönau, Bischof von Basel
Chorherrenstift S.S. Ursus und Viktor in Solothurn
Chorherrenstift St. Leodegar im Hof zu lUzern
Mayr von Baldegg + Pfyffer (Ilgenpfyffer)
Clément Dumont, Abt des Zisterzienserklosters Hauterive
Jean-Pierre Cuenat, Abt des Prämonstratenserklosters Bellele
Urs Kiefer, Abt des Benediktinerklosters Beinwil-Mariastein
Stadt Solothurn
Stadt Luzern
Pfyffer von Altishofen + von Hertenstein
Schwytzer + von Sonnenberg
Mohr + am Rhyn
Bircher + Schnyder
Schumacher + Schumacher / Herzog
Balthasar + Wissing
Meyer von Schauensee + am Rhyn / Balthasar
Segesser von Brunegg + Schumacher / Segesser / Grebel
Balthasar + Segesser / von Castania
Cloos + Kraft / Fleckenstein

Luzerner Standesscheibe von 1607 mit den beiden Stadtpatronen St. Leodegar und St. Mauritius

Literaturverzeichnis

 

ISBN 3-908063-12-4
108 Seiten, 59 Abb., CHF 32.00

 

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Rezension in Schweizer Archiv für Heraldik 2010/I

Der Ehrenpräsident der Schweiz. Heraldischen Gesellschaft, Joseph M. Galliker, veröffentlicht in seiner eigenen Publikationsreihe "Schweizer Wappen und Fahnen" drei grosse Arbeiten über Wappenscheiben im Rathaus Luzern, im Historischen Museum Luzern und in der bekannten Kirche Hergiswald oberhalb der Gemeinde Kriens. In bewährter Weise stellt er die 14 Schweizer Scheiben mit den Hoheitszeichen der 13 alten Orte und des Fürstbischofs von Basel on 1606 bis 1609 vor. Die Standesscheiben, von Josias Murer konzipiert und hergestellt, sind die klassischen Scheiben mit Reichsadler als Souveränitätszeichen und den einander zugeneigten Standesschilden der Alten Orte wobei der Stand Schwyz nur den blanken roten Schild zeigt, und - das ist neu - das Wappen des Fürstbischofs von Basel von 1609 mit dem gevierten Wappen vom Fürstbistum Basel (in Silber ein roter Baselstab) und von Wilhelm Rink von Baldenstein zeigt. Bis zu französischen Revolution gehörte ja das Fürstbistum Basel zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und noch nicht zu alten Eidgenossenschaft.

Auf Seite 28 sehen wir die Standesscheibe des Landes Appenzell von 1606, ebenfalls von Josias Murer geschaffern. Der Bär allerdings schaut nach heraldisch rechts, der Fähnrich dagegen hät sein Banner korrekt mit dem Bären, der zur Fahnenstange schaut. Warum, weiss der Autor nicht klar zu sagen, vermutlich fehlt hier eine Scheibe, der der Appenzeller Bär wohlwollend entgegenschaut.

Die Wappenscheibe des  Basler Fürstbischsofs Franz Karl von Schönau von 1654 ist insofern eine Besonderheit, als dass der gevierte Schild folgendes zeigt: 1 und 2: Wappen des Freiherrn von Schönau-Wehr ist geteilt von Schwarz mit zwei weissen Ringen und von Weiss mit schwarzem Ring. Das Wappen des Fürstbistums zeigt in Weiss mit gelbem Bord einen gelben Baselstab (S. 68/69).

Wir finden in der ausgezeichneten Monographie auch ein Wappen aus der Verfallzeit; das Wappen des Junkers Christof von Sonnenberg und der Frau Maria Verena von Sonnenberg von 1688: also viermal in Weiss auf grünem Dreiberg eine gesichtete rote, geflammte Sonne; als Herzschild das steigende weisse Einhorn in Rot (Ballwil).

(Günter Mattern)