Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen

Heft 18 / 2015

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Gemeindefusionen

 

 

Titelblatt Heft 18
 

 

 

Seiten 94-95, Gemeindefusion Blenio
mit Exkurs zur Darstellung der topographischen
Lage in der Heraldik.

 

 

Autor: Hans Rüegg

Gemeindefusionen in den Kantonen Graubünden, Jura, Neuenburg, St. Gallen, Solothurn und Tessin

Wertung der neuen Wappen

Kanton Graubünden

Gemeindefusionen Churwalden, Donat, Ferrera, Landquart, Lumnezia, Mundaun, St. Antönien, Suraua, Tinizong-Rona, Tomils, Tschiertschen-Praden und Valsot.

Kanton Jura

Gemeindefusionen La Baroche, Basse-Allaine und Clos-du-Doubs.

Kanton Neuenburg

Gemeindefusionen Milvignens, La Tène, Val-de-Ruz und Val-de-Travers.

Kanton St. Gallen

Gemeindefusionen Bütschwil-Ganterschwil, Ebnat-Kappel, Eschenbach, Gommiswald, Neckertal, Nesslau, Rapperswil-Jona, Wil und Wildhaus-Alt St. Johann.

Kanton Solothurn

Gemeindefusionen Buchegg, Drei Höfe, Erlinsbach, Heinrichswil-Winistorf, Lohn-Ammannsegg, Lüsslingen-Nennigkofen, Lüterswil-Gächliwil und Messen.

Kanton Tessin

Gemeindefusionen Acquarossa, Alto Malcantone, Avgeno Gordevio, Bioggio, Blenio, Capriasca, Centovalli, Collina d'Oro, Cugnasco-Gerra, Gambarogno, Isorno, Lavizzara, Maggia, Monteceneri und Onsernone.

Von den Kantonen Luzern, Schaffhausen und Schwyz sind die Übersichten der Fusionen und Verselbständigungen bzw. Abtrennungen tabellarisch aufgelistet. Neue Wappen wurden in diesen Kantonen keine geschaffen.

Exkurse

Diese Exkurse getatten einen vertieften Einglick in die Heraldik und beleuchten Gemeindewappen aus allen Kantonen:

Kreis- und Gemeindewappen aus dem Gebiet des einstigen Zehngerichtenbundes.
Natürliche Darstellung von Bergen in der Heraldik.
Die verschiedenen Kreuzarten.
Der Sparren in der Heraldik.
Der Adler in der Heraldik.
Der Fisch in der Heraldik.
Die heraldische Spitze.
Zählfunktion mit Sternen.
Architektur in der Heraldik.
Die Rose in der Heraldik.
Die Hand in der Heraldik.
Kirchliche Bauten in der Heraldik.
Fliessgewässer in der Heraldik.
Tor mit zwei Türmen.
Die Sonne in der Heraldik.
Baumblätter in der Heraldik.
Übernahme der Kantonsfarben in Gemeindewappen.
Topographische Lage in der Heraldik.
Ähnlichkeit bei Ziegenbock und Steinbock.
Buchstaben in Wappen.
Logoartige Wappen.
Blasonieren - die Fachsprache der Heraldiker.
Waffen in der Heraldik.
Bausteine und Ziegel.
Die Brücke in der Heraldik.

 

ISBN 3-908063-18-3
116 Seiten, 563 Abb., CHF 36.00

 

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Rezension im Schweizer Archiv für Heraldik, Jahrgang 2017

Mit dem vorliegenden Heft 18 aus der Reihe Schweizer Wappen und Fahnen legt der Autor den Fortsetzungsband über Schweizer Gemeindefusionen und ihre Wappen in gedruckter Form vor. Diesmal werden die neuen Gemeindewappen in den Kantonen Graubünden, Jura, Neuenburg, St. Gallen, Solothurn und Tessin thematisiert und bewertet. Auffallend viele neue Gemeindewappen vermögen dabei heraldischen Grundsätzen nicht zu genügen. Oftmals zeigen sie zwar keine expliziten heraldischen Verstösse, vermögen aber aus ästhetischer Sicht kaum zu überzeugen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie stolze schildfüllende Wappentiere nach einer Wappenerneuerung sich in Schildhälften oder Schrägteilungen verlieren, da sie der veränderten Begebenheit im Schld nicht angepasst, sondern schlichtweg einfach unverändert verkleinert und einkopiert wurden. Leider ist auch absolut Unheraldisches, von Logomanie Geprägtes zu finden. Solche Negativbeispiele von Wappenkonstrukten wie diejenigen von Milvignes NE oder Centovalli TI schaden der Heraldik unbestritten. Sie torpedieren in ihrer unsachgemässen Gestaltung geradezu heraldische Gesetzmässigkeiten und verunmöglichen die Ausformulierung einer fachgerechten Blasonierung. Viele Gemeinden haben aber, und dies soll ebenfalls erwähnt werden, keine Mühen gescheut, und heraldisch versierte Unterstützung für die Findung und Gestaltung eines neuen Gemeindewappens zugezogen. Erwähnt seien beispielsweise La Baroche JU (vorgestellt im SAH/AHS CXXIX - 2015, S. 73-79) oder Alto Malcantone TI, das durch fünf fusionierte Gemeinden entstanden ist. Das neu gewählte Wappen von Alto Malcantone besticht in seiner Einfachheit und Klarheit und zeigt in Blau ein schräglinks gestelltes goldenes Kastanienblatt. So muss Heraldik ...! Wie schon im vorhergehenden Heft 17 streut der Autor auch in der aktuellen Ausgabe zahlreiche kleine Exkurse ein. Einmal sind die verschiedenen Kreuzarten ein Thema, ein anderes Mal die Sparren in der Heraldik. Interessant sind sicher unter vielen weiteren auch die Exkurse über Architektur oder kirchliche Bauten in der Heraldik. Die Darstellung spezifischer Bauwerke in einem Wappen muss wohl im Sinne einers Corporate Desings von einer Gemeinde in ihrem Wirkungskreis verbindlich festgelegt werden. Das Heft 18 aus der Reihe Schweizer Wappen und Fahnen darf abschliessend als gelungene Weiterführung betrachtet werden. Fortsetzung folgt.

 (Rolf Kälin)