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Kanton Solothurn

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Neue Wappen

Kriterien
für die Wertung

 

 

Gemeindefusion im Kanton Solothurn: Buchegg

Ab dem 1. Januar 2014 sind unter dem neuen Namen Buchegg folgende Gemeinden zusammengeschlossen: Aetigkofen, Aetingen, Bibern, Brügglen, Gossliwil, Hessigkofen, Küttigkofen, Kyburg-Buchegg, Mühledorf und Tscheppach:

 

 

Aetigkofen

 

Aetingen

 

 

Bibern

 

 

Brügglen

 

Gossliwil

Hessigkofen

 

Küttigkofen

 

Kyburg-Buchegg

Mühledorf

 

 

 

Tscheppach

 

 

 

 

Buchegg

 

 

 

 

 

Den Stimmberechtigten wurden zwei Wappenvorschläge vorgelegt. Das eine bezog sich auf den Namen (redendes Wappen), das andere wurde als das Wappen der Freiherren von Buchegg ausgegeben und erhielt auch die meisten Stimmen. Leider verstossen die drei weissen Rosen auf dem gelben Pfahl gegen die heraldische Farbregel. Mit ganz wenigen Ausnahmen wurden diese Farbregeln während es ganzen Mittelalters konsequent eingehalten.

Die Zürcher Wappenrolle, eine der ältesten Wappensammlungen, zwischen 1335 und 1345 entstanden, zeigt das Buchegger Grafenwappen: In Rot gelber Pfahl, belegt mit drei roten Rosen. Ein späteres Wappen zeigt die roten Rosen pfahlweise angeordnet auf einem gelben Schild. Dieses wurde von Solothurn für die 1391 erworbene Herrschaft Buchegg weiter verwendet und ist auf diversen Ämterscheiben zu sehen. Seit der Kantonsbildung dient es als Wappen für den Bezirk Bucheggberg. Das vom bekannten Heraldiker Paul Boesch gestaltete Berner Wappenbuch von 1932 zeigt die beiden Buchegger Grafenwappen, das ältere jedoch mit weissen Rosen und einer auffallend abweichenden Helmzier. Hier muss ein Irrtum oder eine Verwechslung vorliegen. Eine Tochter des letzten Grafen von Buchegg verheiratete sich mit Burkhart Senn von Münsingen. Deren Sohn wurde von Kaiser Karl IV. 1360 in den Freiherrenstand erhoben. Gemäss einem Eintrag im Wappenbuch des Aegidius Tschudi, erstellt von 1530 bis 1572, führte dieser aber ein anderes Wappen als das, welches den Stimmberechtigten zur Auswahl vorgelegt wurde, nämlich eine Verbindung der beiden unveränderten Wappen in einem gevierten Schild.

 

 

           

 

Abb. 1: Ausschnitt aus der Zürcher Wappenrolle (älteres Wappen der Grafen von Buchegg)

Abb. 2: Berner Wappenbuch: (älteres/falsches und jüngeres Wappen der Grafen von Buchegg)

Abb. 3: Berner Wappenbuch (Wappen der Senn von Münsingen, spätere Freiherren von Buchegg)

 

    

 

Abb. 1: Wappenbuch des Aegidius Tschudi: Grafen von Buchegg

Abb. 2: Wappenbuch des Aegidius Tschudi: Freiherren von Buchegg (Allianzwappen Senn von Münsingen / Buchegg)

 

Somit steht fest, dass die Gemeinde Buchegg ein Wappen führt, das weder mit den Grafen noch mit den Freiherren von Buchegg in Beziehung steht. Wenn die weissen Rosen durch rote ersetzt würden, entspräche das Wappen nicht nur den heraldischen Regeln, sondern auch dem älteren Wappen der Grafen von Buchegg. Die Grafen von Buchegg waren ein hervorragendes Dynastengeschlecht in der ehemaligen Landgrafschaft Kleinburgund, das als freies Eigen das Gebiet des Bucheggberges zwischen Büren und Solothurn beherrschte (Histor.-Biogr. Lexikon der Schweiz, 1924). Hervorzuheben ist besonders Graf Hugo II., der als Heerführer König Heinrich VII. von 1310 bis 1313 auf dessen Romfahrt zur Erlangung der Kaiserwürde begleitete.

 

Blasonierung:
In Rot gelber Pfahl, belegt mit drei weissen Rosen mit weissen Kelchblättern und gelben Butzen.
 

 

Wertung: Schlecht   

 

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