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Kanton Thurgau

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Kriterien für die Wertung

 

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Gemeindefusion im Kanton Thurgau: Uesslingen-Buch

Im Jahr 1995 vereinigten sich die beiden Ortsgemeinden Buch bei Frauenfeld und Uesslingen zur politischen Gemeinde Uesslingen-Buch. Im damaligen Internetauftritt der Gemeinde wurde das Uesslinger Wappen gezeigt, vermutlich weil die einstige Munizipalgemeinde Uesslingen bei beiden Ortsgemeinden Uesslingen und Buch umfasste.

Im Jahr 2006 legte sich die Gemeinde Uesslingen-Buch ein neues Wappen zu:

 

 

Buch bei Frauenfeld

Die Dorfkapelle ist dem Heiligen Sebastian geweiht. Die Pfeile
sind dessen Attribut. Weiss und Schwarz sind die Farben der
Karthause Ittingen.

 

 

Uesslingen

Der Wellenbalken zeigt die Thur, welche vor der Korrektion
eine bedeutende Rolle im Dorf spielte. Die Farben beziehen
sich auf die Karthause Ittingen.

 

 

 

Uesslingen-Buch

 

 

Im neuen Wappen sind die beiden Motive vereinigt. Die Pfeile wurden unter Wahrung der Proportionen ungefähr auf einen Viertel verkleinert. Ein Wellenschnitt ersetzt den Wellenbalken. Auffallend ist die Dominanz der schwarzen unteren Schildhälfte. In Unkenntnis der Herkunft des Wappens könnte man schliessen, dass die Gemeinde an einem stehenden Gewässer liegt, das mit der Farbbezeichnung "schwarz" in Verbindung steht, wie z. B. Schwarzsee. Die obere Schildhälfte ist schlecht ausgefüllt.

 

Blasonierung :
Mit Wellenschnitt geteilt von Weiss mit zwei gekreuzten schwarzen Pfeile mit weissen Blutrinnen und von Schwarz.

 

© Copyright by Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen

 

Bessere Darstellung: Der Wellenbalken als Symbol für die Thur wird in der unteren Hälfte des Schildes eingefügt. Damit wirkt das Wappen wesentlich ausgeglichener. Die beiden gekreuzten Pfeile füllen das obere Feld optimal. Auf die Blutrinnen wird verzichtet. Blutrinnen finden sich an Hieb- und Stichwaffen (Blankwaffen) und sind eigentlich eine irreführende Bezeichnung. Die Blutrinne diente dazu, die Stabilität der Klinge zu verbessern und gleichzeitig das Gewicht zu reduzieren. Bei Pfeilen waren Blutrinnen eher selten und nur bei Jagdpfeilen anzutreffen. Diese befanden sich aber an der Pfeilspitze und niemals am Schaft, der meistens aus Birkenholz bestand.

 

Wertung des offiziellen Wappens: Befriedigend   

 

Zur nächsten Gemeindefusion: Val de Bagnes VS (alphabetisch innerhalb der Schweiz)

Zur nächsten Gemeindefusion: Warth-Weiningen TG (alphabetisch innerhalb des Kantons Thurgau)

Zur nächsten Gemeindefusion: Valsot GR (innerhalb der Bewertungsstufe "befriedigend")


Exkurs: Pfeile in der Heradlik

Der Pfeil begegnet uns heute meistens als Symbol im Verkehr und in der Mathematik. In der Heraldik wird er meistens als Waffe dargestellt.
 Vereinzelt werden auch nur die Pfeilspitzen oder der Pfeil zusammen mit dem Bogen in einem Wappen gezeigt. Zwei oder mehrere Pfeile
(oft in gekreuzter Darstellung) verweisen auf den heiligen Sebastian.

 

         

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