|
Herzogenbuchsee (bisher)
1945 wurde die Gestaltung
des sehr alten, redenden Wappens festgelegt. Der mit Buchsblättern
belegte Schrägbalken wird auch von München- buchsee geführt und war das
Wappen der Herren von Buchsee. Die Krone bezieht sich auf Herzog Berchtold
II von Zähringen, welcher durch die Heirat mit der Gräfin Agnes von
Rheinfelden die Kirchensätze von Seeberg, Buchsee und Huttwil in seinen
Besitz brachte.
|
Oberönz
Seit dem 18. Jahrhundert wurde das Wappen der Herren von Önz als
Dorfwappen verwendet und 1945 als Gemeindewappen angenommen.
|
|
|
Grundsätzlich
bestand kein Grund zur Abänderung des bisher geführten Wappens. Die Anzahl
neun der Buchsblätter hat höchstwahrscheinlich keine besondere Bedeutung.
Der Grund für mehrere Buchsbaumblätter dürfte in der geringen Grösse liegen.
Im neuen Wappen
stehen die sechs Buchsblätter für die sechs Gemeinden des ehemaligen
Gerichts Herzogenbuchsee: Ober- und Niederönz, Wanzwil, Röthenbach und
Heimenhausen.
Blasonierung des neuen Wappens:
In Rot weisser Schrägbalken,
belegt mit sechs günen Buchsblättern, oben begleitet von gelber Krone. |
Exkurs: Die Krone in der Heraldik
Die Krone
(lateinisch corona "Kranz") ist eine kostbare, meist aus Gold und
Edelsteinen gefertigte Kopfzierde vorwiegend christlich-abendländischer
Herrscher. Sie ist Ausdruck ihrer Macht und Würde sowie Symbol ihrer
Herrschaft über ein bestimmtes Volk oder ein Territorium. Auch die
Gefolgsleute dieser Monarchen (Herzöge, Grafen, Freiherren, usw.)
besassen eigene Kronen, deren Ausgestaltung den entsprechenden Rang
anzeigte.

In
der Heraldik werden Kronen sowohl als Wappenmotiv im Schild als auch im
Oberwappen in der Helmzier verwendet. Die Letzteren sind allerdings dem
Adel vorbehalten. Im Wappenschild kann die Krone als gmeine Figur auftreten.
Beim Gemeindewappen von Herzogenbuchsee handelt es sich um eine
Herzogskrone und ist somit ein Teil des redenden Wappens. Beim Wappen von
Bilten bezieht sich die Krone auf die Beziehung zum Damenstift von Schänis.
Die Krone im Wappen von Chvornay erinnert an den Besuch von König Rudolf I.
anno 927/928, der die Wahl des Lausanner Bischofs bestätigte.
In der Heraldik werden gekrönte Menschen eher selten dargestellt. Eine
Ausnahme ist das ehemalige Kreiswappen von Münstertal zeigt das Porträt von
König Karl, dem Grossen, unter dessen Regierungszeit das Kloster Müstair
gegründet wurde. Hingegen sind gekrönte Tiere recht häufig vertreten.
|
|
|
|
|
|
Val Müstair GR (ehemaliger Kreis)
|
Cadro TI
(2013 zu Lugano) |
Simplon-Dorf VS |
Démoret VD |
Murten FR |
|
|
|
|
Chavornay |
Chavornay gehörte den Königen von Burgund. Überliefert ist, dass
Rudolf I. 927 (oder 928) in Chavornay eine Gerichtssitzung
abhielt und bei dieser Gelegenheit die Wahl des Bischofs von
Lausanne bestätigte. Das Wappen wurde 1921 geschaffen. Der
Schild trägt die Farben des Bistums Lausanne und die königliche
Krone erinnert an den Besuch von Rudolf I. |
|
Bilten |
Dieses Wappen wurde 1940 geschaffen. Die blaue Kugel in Silber
ist das Wappen der Grafen von Lenzburg. Die Krone ist das
Wappenmotiv des Klosters Schänis. Um 1050 vergabte Graf Arnold
von Lenzburg sein Eigentum dem Gotteshaus Schänis. |
|
Schänis |
Der Löwe bezieht sich auf des Wappen der Grafen von Kyburg und
die Krone auf das Damenstift Schänis. Das Kreuzchen erinnert an
das Reliquienkreuz, das der Gründer Hunfried im 9. Jahrhundert
dem Stift schenkte. |
|
Rüte |
Das Wappen entspricht dem der Herren von Schönenbüel. |
|
Ilanz |
Das überlieferte Stadtwappen von Ilanz zeigt den Rhein. Über die
Bedeutung der Krone vertritt die Gemeinde die Ansicht, dass
es sich um ein Symbol für die Stadtmauer handeln könnte, denn
Ilanz ist die erste Stadt am Rhein. |
|
Val Müstair |
Das Kloster Müstair wurde unter der Regierung Karls des Grossen
gegründet. Nach der Tradition wird er sogar als Stifter
angesprochen. Somit wird das Brustbild Karls des Grossen im
Talschaftswappen geführt. |
|
Cadro |
Cadro übernahm sein Wappen vom Siegel der ehemaligen Herrschaft
Sonvico, das zugleich das Attribut der Heiligen Agatha, der
Schutzpatronin der Stadt ist. Die Krone wurde hinzugefügt um an
die Familie Reali aus Cadro zu erinnern, aus der Gönner,
Künstler, Regierungsbeamte und Offiziere entsprangen. |
|
Simplon-Dorf |
Die älteste Abbildung ist ein Stempel aus den Jahren 1811-1813.
Ein Bezug zum Wappen des Kaiserreichs Österreich könnte
bestehen, denn im Juni 1815 zogen österreichische Truppen mit
ihren mit dem Doppeladler versehen Fahnen über den
Simplonpass. |
|
Démoret |
Démoret gehörte zur Herrschaft Portalban, geriet dann durch
Erbteilungen in verschiedene Hände, bis 1675 Joseph Doxat das
Land erwarb. Seine Familie besass bis 1798 zwei Schlösser in der
Gegend. 1925 nahm die Gemeinde ein Wappen an, das direkt von
jenem inspiriert war, das Kaiser Ferdinand III. der Familie
Doxat 1647 verliehen hatte. |
|
Murten |
Der gekrönte Löwe tritt auf dem Stadtsiegel seit dem 13.
Jahrhundert auf. |
|
|
|
Link
zur Übersicht aller Exkurse
|