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Übersicht der Fusionen im
Kanton Bern

Übersicht alle Fusionswappen

Kriterien für die Wertung

 

 

Gemeindefusion im Kanton Bern: Valbirse

Ab dem Jahr 2015 sind die drei Gemeinden Bévilard, Malleray und Pontent unter dem neuen Namen Valbirse vereinigt:

 

 

Bévilard

Der Dolch erscheint auf einem Siegel
der Herren von Bévilard aus dem Jahr 1349.

 

Malleray

Die Herren von Malleray führten den Hahn
in ihrem Wappen. Der Dreiberg wurde anlässlich der Wappenannahme durch die Gemeinde
im Jahr 1944 beigefügt.

 

 

Pontenet

Das redende Wappen in den Farben des
damaligen Amtsbezirks Moutier entstand
1944.

 

 

 

Valbirse

 

 

Das neue Wappen nimmt Bezug auf den Gemeindenamen und zeigt die Birs, die bereits als richtiger Fluss aus einem unterirdischen Flusssystem ans Tageslicht tritt (Stromquelle), den Jura durchquert und bei Birsfelden in den Rhein mündet. Der Dreiberg bezieht sich auf den Jura und die drei Sterne stehen für die drei früheren Gemeinden.

 

Blasonierung:

Über grünem Dreiberg gespalten von Weiss mit fünf zusammengeschobenen blauen Wellenbalken und von Blau mit drei fünfstrahligen gelben Sternen, pfahlweise angeordnet.

Parti d'argent à cinq fasces et ondées d'azur, et d'azur à trois étoiles à cing rais d'or pal, un mont de trois coupeau de sinpole en pointe.

 

 

Wertung: Gut  

 

Zur nächsten Gemeindefusion: Valbroye VD (alphabetisch innerhalb der Schweiz)

Zur nächsten Gemeindefusion:  Wald BE (alphabetisch innerhalb des Kantons Bern)

Zur nächsten Gemeindefusion:  Valbroye VD (innerhalb der Bewertungsstufe "gut")

 

Exkurs: Der Stern in der Heraldik


Sonne, Mond und Sterne haben die Menschen seit jeher tief beeindruckt. Den Sternen kommt offensichtlich eine besondere Bedeutung zu, denn die
Sterne dienten den Seefahrern als Orientierung und man suchte auch die Zukunft aus den Sternen zu ergründen.

 

 In der Heraldik ist der Stern die häufigste gemeine Figur und kommt in der Schweiz auf 395 Kantons-, Bezirks- und Gemeindewappen vor (Stand 1998).
Er tritt einzeln oder mehrfach auf, im Wappen des Kantons Wallis dreizehn Mal. Gelegentlich haben Sterne im Wappen eine Platzhalterfunktion. So
erinnern die sieben Sterne im Wappen der Zürcherischen Gemeinde Bertschikon an die sieben ehemaligen Zivilgemeinden. In Deutschland und in der
deutschsprachigen Schweiz wird der Stern mehrheitlich mit sechs Strahlen dargestellt, in England, Frankreiche und in der Romandie mehrheitlich mit fünf.
Es gibt aber auch Sterne mit vier, sieben und acht Strahlen. Die Straheln der Sterne sind in der Regel gerade, d.h. nicht geflammt. Diese sind der Sonne
vorbehalten. Kometen werden als Sterne mit einem geflammten (gewellten) Schweif dargestellt.

Sterne sind in der Heraldik auch ein beliebtes Motiv für eine Zählfunktion. Im Exkurs zur Neuenburger Gemeinde Val-de-Travers wird der

Stern als Zählmotiv vorgestellt.


Link zur Fusion Val-de-Travers


 

         
Sion VS Billens-Hennens FR Grand-Saconnex GE Sottens VD
(2011 zu Jura-Menthue)
Boécourt JU
         
Tamins GR Ormalingen BL Spreitenbach AG Oberglatt ZH Schattenhalb BE
         
Grimentz VS
(2009 zu Anniviers)
Meride TI
(2013 zu Mendrisio)
Niederweningen ZH Salvan VS Thun BE
   
Sion VS Das Stadtwappen von Sitten leitet sich, analog zum Wappen des Kantons Wallis, vom Banner des Bischofs von Sitten ab.
Billens-Hennens FR Dieses Wappen entstand nach der Fusion von Billens und Hennens. Link zur Fusion
Grand-Saconnex GE Die Gemeinde übernahm 1914 das Wappen der Familie von Saconay, der ältesten und mächtigsten in der Region.
Das Wappen wurde abgeändert: Der steigende Löwe wächst nun als aus der Teilungslinie. Über die Bedeutung der Sterne
im unteren Feld ist nichts überliefert.
Sottens VD Rot und Grün stehen für einstige Zugehörigkeit zum Bezirk Moudon. Die sieben Sterne erinnern an die sieben kleinen
Lehen, die im 12. Jahrhundert entstanden.
Boécourt JU Boécourt übernahm das Wappen von Bourquard de Boécourt, dem achten Abt von Bellelay (1296-1316), und ergänzte es
mit drei Sternen für die drei Ortschaften der Gemeinde: Boécourt, Montavon und Séprais.
Tamins GR Das Gemeindesiegel von 1799 zeigte einen Stern und wurde ins Gemeindewappen übernommen.
Ormalingen BL Die Gemeinde übernahm 1946 das Wappen der ausgestorbenen Familie Zielemp, wobei die bisherigen Farben Silber und
Schwarz durch Gold und Schwarz ersetzt wurden. Die Edelknechte von Zielemp besassen ein Burglehen auf der Farnsburg
und waren in Ormalingen begütert.
Spreitenbach AG Der gekrönte Leopardenkopf in den Feldern 1 und 4 stammt aus dem Wappen der Herren von Schönenwerd, die auf der
Burg Kindhausen im benachbarten Bergdietikon sassen. Der Stern in den Felder 2 und 3 bezieht sich auf das Kloster
Wettingen als früheren Gerichtsherrn. Das Kloster führte den Beinamen "Maris Stella" und deshalb zeigte das Wappen
auch einen Stern.
Oberglatt ZH Der älteste Beleg für dieses Wappen findet sich auf der Tafel von Johannes Krauer (1860), Offensichtlich handelt es sich um eine Ableitung vom Neuamt-Wappen (Obervogtei).
Schattenhalb BE Der Adler betont die Zugehörigkeit zum einstigen Amtsbezirk Oberhasli. Die fünf Sterne kennzeichnen die Bäuerten
Geissholz, Falchern, Lugen, Schwendi und Willigen. Bäuert (berndeutsch) bezeichnet eine im 14. Jh. entstandene
landwirtschaftlich Güter- und Nutzungsgeneinschaft in der Form einer Genossenschaft.
Grimentz VS Die älteste Darstellung des Gemeindewappens ist auf dem Ofen aus Jahr 1771 im Burgerschaftssaal vorhanden.
Die Sterne symbolisieren die vier Viertel der Kastlanei Einfisch (Val d'Anniviers).
Meride TI Das Wappen erinnert an die alte Burg Clerici, die um 1400 erbaut wurde. Die beiden Sterne verweisen auf die Familien
Fossato und Oldelli, die bedeutende Pewrsönlichkeiten hervorbrachten, deren Wirken im In- und Ausland der Heimat
grosse Ehre einbrachte.
Niederweningen ZH Die älteste Darstellung findet sich im Regensberger Dekanatsbuch von 1719.
Salvan VS Das Wappen entstand 1938 und hat folgende Bedeutung: Die Tanne bezeiht sich auf den alen Namen "Silvanum" bzw. den davon abgeleiteten Begriff "silva" (=Wald). Kleeblattkreuz und Stern stellen die ehemaligen Lehnsherren, den Abt von
Saint-Maurive und Bischof von Bethlehem dar.
Thun BE Das Stadtwappen von Thun ist seit dem 13. Jahrhundert überliefert. Der Stern war allerdings schwarz und sechsstrahlig.
Nach der Schlacht bei Murten 1476 wurde der Stern ersetzt. Der neue Stern ist goldenen und besitzt sieben Strahlen.

 

Link zur Übersicht aller Exkurse